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Verbreitung und Verhalten in der freien Natur:
Die afrikansiche Landkrabbe, Cardisoma armatum, verbringt in der Natur zu gleichen Teilen ihr Leben auf dem Land und im Wasser.
Es soll auch Arten geben, die weit ab vom Wasser leben, so z.B. in Waldgebieten.
Um Nachkommen hervorzubringen, müssen sie aber zum Meer zurück.
Diese regelrechten Massenwanderungen beginnen meist mit dem Einsetzen der Regenzeit und dauern 9-18 Tage an, diese Wanderungen sollen angeblich mit der Ovulation der Mondphase zusammen hängen.
Am Strand angekommen tauchen die Krabben für kurze Zeit ins Wasser.
Die Gattung Cardisoma, ist mit 7 Arten vertreten, Cardisoma armatum ist weit verbreitet in Westafrika von Kap Verden bis Angola. Cardisoma guahumi, von Florida bis Brasilien und auf den karibischen Inseln, sowie am landwärtigem Rand der Mangrove.
Die Krabben graben in der freien Natur bis zu 2m tiefe Höhlen, da eine scharfe Platzkonkurenz herrscht.
Nach dem Heraussteigen aus dem Wasser richten sie ihren Vorderkörper steil in die Höhe und treiben so das Wasser aus der vorderen Öffnung der Kiemenhöhlen in einer Art Berieselungsatmung heraus, in der Natur nehmen sie dazu Süß-, Meer- oder Brackwasser auf. Im Gelände gehen sie zu jeder Tageszeit auf die Nahrungssuche, sie rennen auf heruntergefallenes Obst oder Früchte zu, oder zwicken Blätter von am Boden liegenden Zweigen ab, um sie dann ,meist in die Höhle zu tragen und dort zu verspeisen.
Die Landkrabbe, Cardisoma armatum, ist ein wirbelloses Tier mit acht orangeroten Beinen. Der quer-ovale Carapax (Körper)
(ca. 20cm) besteht aus Chitin- und Kalziumkarbonat.
Er besitzt ein paar kleine Antennen zwischen einem Paar großen zusammengesetzten Augen (Facettenaugen).
Zwie Greifer einer für das Anwenden des Drucks, der in ein helles weiß gefärbt ist, der andere für den Ausschnitt, zum Schneiden, der hellblau gefärbt ist.
Beim Männchen ist die eine Schere größer als die andere, Weibchen haben dagegen in etwa zwei gleichgroße Scheren.
Lebensraum im Aqua - Terrarium
Wir haben für unsere Krabbe ein Aqua-Terrarium eingerichtet, mit den Maßen L=100xB=50xH=50.
Wir halten unsere Krabbe bei einer Raumtemperatur von ca. 25°C, wobei wir in den späten Nachmittags-bzw. Abendstunden eine Klipplampe brennen lassen, die Luftfeuchte beträgt ca. 50%.
Das Aqua-Terarium besteht zur Hälfte aus einem Wasserteil und zur anderen Hälfte aus einem Landteil.
Der Wasserpool ist einer der kleinsten Gartenteiche aus Plastik, die es im Baumarkt zu kaufen gab, den haben wir noch etwas zugeschnitten und die Kanten  abgeschliffen, so dass alles passte und das Tier sich nirgendwo verletzen kann.
Der angelegt Teich sollte nicht zu tief sein, so dass die Krabbe bequem raus und rein krabbeln kann und bei Bodenkontakt ventilieren kann, so dass sie ihre Berieselungsatmung bequem durchführen kann, wobei das Atemwasser vorn an der Mundöffnung ausströmt.
Unsere Krabbe gräbt gern richtige Tunnel, sie hat einen Teil des Wasserpools untergraben, deshalb sollte man gleich beim Einbau des Wasserpools darauf achten, dass der Wasserpool einsturzsicher gestaltet wird.
Die Krabbe sollte immer genug Bodengrund zum Graben, Buddeln und Schaufeln haben, wobei darauf zu achten ist, dass der Bodengrund wiederum nicht zu locker ist, denn wenn die Krabbe gräbt und das tun diese Krabben gern, kann ihr gegrabener Tunnel einstürzen.
Der Bodengrund ist ein Gemisch aus Blumenerde und Strandsand (wobei man auch Kies nehmen kann, dieser aber nicht zu grobkörnig sein sollte).
Einen Wasserteil brauchen sie unbedingt, denn sie müssen ab und zu ins Wasser gehen und das tun sie auch gern, das Wasser brauchen sie unbedingt für ihre Atmung, sie nehmen das Wasser durch die Kiemen auf und schütten es nachher in einer Art Berieselungsatmung wieder aus.
 
Im Aqua-Terri sucht sie ungefähr täglich für zwei Stunden das Wasser auf, dies geschieht bei uns meist erst abends oder nachts aber manchmal auch schon in den frühen Morgenstunden.
Unsere Krabbe badet gern, oder schreitet seitwärts durchs Becken, recht putzig auszusehen, und geht zum Fressnapf.
Unsere Krabbe frißt gern Äpfel, Gurke, Karotte, Obst, Eisbergsalat, aus Bananen macht sie sich weniger etwas wird aber auch genommen.
Katzenfutter (nasses und trockenes) fressen diese Krabben wohl auch, das wurde uns von einem guten Bekannten berichtet, seine Krabbe sei ganz wild darauf.
Wir haben es bei unserer Krabbe auch ausprobiert doch sie machte sich weniger was aus dem hochgepriesenem Katzenfutter ;-).
Vielleicht sind auch hier die Geschmäcker verschieden.
Vielleicht sollte man selbst etwas ausprobieren, um selbst irgendwann hinter die Lieblingsspeise seiner Krabbe zu kommen.
Bitte keine Petersilie füttern, für Menschen sehr gesund doch für die Krabbe kann sie tödlich sein!
In der Petersilie ist ein für die Krabbe lebensbedrohliches Gift (Blausäure) enthalten.
Vor Petersilie muss ich hier ausdrücklich warnen, die kann wirklich ganz fatale Folgen haben!!!
Ein Krabbenbesitzer zweier Krabben hatte sie leider gefüttert, die eine Krabbe starb sofort daran, die andere überlebte knapp, weil sie wahrscheinlich glücklicher Weise weniger davon verspeist hatte.
Sie hatte aber lange zeit ganz erhebliche Wahrnehmungs-Störungen der Sinnesorgane.
Der Krabbenbesitzer bemerkte es daran, dass sie zeitweise wie blind durchs Becken lief, auf Geräusche nicht mehr reagierte und sogar ihre Lieblingsspeise verschmähte, dieser Zustand besserte sich aber erst mit der Zeit, so dass es ihr heute wieder gut geht.
Wenn man sich um eine Tier kümmert, ist es wichtig, es in eine gesunde, artgerechte, natürliche Lebensweise einzubeziehen.
Von einer Bekannten, die auf unserer Homepageseite war, wurde uns berichtet, dass ihre Krabbe zuerst eine Schere verlor, später ein Beinchen.
Sie dachte erst an eine ganz normale Häutung.
Wir wussten aber aus eigener Erfahrung, das in dieser Art und Weise keine Häutung abläuft.
Unsere Krabbe geht zur Häutung jedes Mal ins Wasser, dort findet man dann alles wieder, Scheren, Carapax, Beinchen, sogar die Augen und Antennen werden erneuert, dabei verliert sie aber keine Gliedmaßen.
Sie steht dann völlig runderneuert in ihrer vollen Schönheit und Glanz da.
Wir haben sie schon ungefähr seit 5 Jahren und sie häutet sich in jedem jahr ca. einmal.
Die Krabbe der Bekannten verstarb leider kurze Zeit darauf.
Von dieser Bekannten "Tina" und ihrer Krabbe "Herr Krause" welche nun leider verstorben ist, erfuhren wir später, dass das Trinkwasser in ihrer Region mit Bakterien verunreinigt war und die Krabbe wahrscheinlich an dieser Wasserverunreinigung verstarb.
Ähnliche Fälle habe ich inzwischen schon desöfteren gehört, dass die Krabben ihre Gliedmaßen verlieren und sterben.
Ich vermute nun eher einen Mangel an Vitaminen oder Mineralien.
Denn jedesmal wenn sich diese Krabben häuten verlieren sie diese wichtigen Mineralien und diese müssen irgendwie wieder zugeführt werden, denke ich mal.
Für den Körper oder Chitinpanzer (Quer-Ovaler Carapax) benötigt die Krabbe, Kalzium, enthalten in Eierschalen, die man aber vorher zerkleinern sollte, oder Kalkzugaben die es speziell in meinem Shop zu kaufen gibt!
Empfehlenswerte Literatur:
Aqualog Special, Garnelen, Krebse und Krabben im Süßwasseraquarium, Uwe Werner, 1998 ISBN 3-931702-52-9
 
Bedeverlag, Krebse, Krabben und Garnelen im Süßwasseraquarium, Hans Gonella, 1999 ISBN 3-931-792-87-0
Bücher und Landkrabben zu bestellen unter:
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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